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Hund im Herbst

 
Komm mit mir in die weite Welt 
Mich nichts mehr nun im Hause hält 
Will weite Strecken mit Dir geh´n 
Will neue Wunder heute seh´n


Ach nein, nun lass doch, braves Tier 
Geh in den Garten, ich bleib hier 
Hier am Kamin lässt sich´s ertragen 
Mit heißem Tee in meinem Magen 

Schau nur, wie schön das Laub dort tanzt 
Dass Du das nicht verstehen kannst 
Ich möchte Dir so gerne zeigen 
Wie sich im Wind die Äste neigen


Ach, lieber Freund, ich glaub´s Dir ja 
Für Dich ist´s sicher wunderbar 
Doch müde macht mich diese Zeit 
Zum Wandern bin ich nicht bereit 

Ach bitte, mach die Augen auf 
Und nimm die Kälte halt in Kauf 
Es gibt so viel noch zu erleben 
Musst Dich nur kurz vom Sitz erheben


Du hast ja Recht, mein lieber Hund 
Denn Hundemund tut Wahrheit kund 
Auch ich kann nicht mehr widersteh´n 
Und möcht nun in die Wälder geh´n

                              Anna Rachow



Hunde haben keine Seele, oder doch?

Ich erinnere mich noch, wie ich dich nach Hause geholt habe. Du warst so klein und knuddelig mit deinen winzigen Pfoten und deinem weichen Fell. Du stolpertest durch den Raum mit blitzenden Augen und hängenden Ohren. Manchmal hast du einen kleinen Heuler losgelassen um zu sagen "Das ist mein Revier!". Du machtest ein Chaos aus dem Haus und kautest alles an, was du sahst, und wenn ich mit dir geschimpft habe, hieltest du nur deinen Kopf gesenkt und schautest mich aus unschuldigen Augen an, als ob du sagen wolltest "Tut mir leid, aber wenn du nicht guckst, werde ich es wieder machen". 

Als du älter wurdest, beschütztest du mich, indem du jeden anbelltest, der an unserem Fenster vorbeiging. Wenn ich nach einem harten Arbeitstag wiederkam, wartetest du wedelnd auf mich, um mir zu sagen "Willkommen zu Hause. Ich habe dich vermisst." Du hattest nie einen schlechten Tag und ich konnte mich immer auf dich verlassen. Wenn ich mich hinsetzte und Zeitung las oder Fernsehen schaute, hüpftest du auf meinen Schoß um Aufmerksamkeit zu erregen. Du hast nie mehr von mir verlangt als dir den Kopf zu streicheln, damit du auf meinen Beinen schlafen konntest. 

Als du alt wurdest, liefst du nicht mehr so schnell herum. Dann, eines Tages, verlangte das Alter seinen Tribut und du konntest nicht mehr auf deinen wackligen Beinen stehen. Ich kniete mich zu dir und streichelte dich wie du da lagst, ich versuchte, dich wieder jung zu machen. Du schautest mich nur an, als ob du sagen wolltest, dass du alt und müde warst und, da du nie um etwas gebeten hattest, mich um einen letzten Gefallen bitten wolltest. Mit Tränen in den Augen fuhr ich noch ein letztes Mal zum Tierarzt. Ein letztes Mal lagst du neben mir. Warum auch immer warst du noch in der Lage in der Praxis aufzustehen, vielleicht war das dein Stolz. Als der Arzt dich wegführte, zögertest du einen Moment, drehtest deinen Kopf zu mir um Danke zu sagen. "Danke, dass du für mich gesorgt hast." 
Ich dachte: "Nein, danke, dass du für mich gesorgt hast." 
Von Chuck Wells